04
Nov
2016

Was tun bei Kopflausbefall

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Was tun bei Kopflausbefall? Ein Überblick über Kopflausmittel


Wir haben Läuse! 
Regelmäßig findet man einen Aushang im Kindergarten und in der Schule zu diesem Thema. Und schon das reicht für Aufregung und Ekelgefühle. Läuse übertragen zwar keine gefährlichen Krankheiten, doch der unangenehme Kopflausbefall muss behandelt werden, da Läuse nicht von allein verschwinden.  

Läuse sind gesellige Wesen, die mehrmals täglich eine Blutmahlzeit zu sich nehmen und ihre Eier (die sog. Nissen) gut verpackt an die Haaransätze kitten. Bis zu 300 Eier kann eine Laus ablegen aus denen dann nach ca. einer Woche eine kleine Nymphe schlüpft. Diese ist nach 10 Tagen geschlechtsreif und so kann der Lausbefall rasant anwachsen.  

Schnelle, konsequente Behandlung ist gefordert und dazu haben sich in den letzten Jahren die Möglichkeiten enorm weiterentwickelt. Außer den bekannten chemischen Arzneimitteln aus der eigenen Kindheit wie Goldgeist und Infecto Pedicul, gibt es inzwischen sehr wirksame biologische Läusemittel, die die kleinen Krabbler bei der Behandlung mit einem Ölfilm umhüllen. So werden die Atemöffnungen verklebt und die Läuse ersticken. Diese sogenannten physikalisch wirkenden Mittel haben deutlich weniger Nebenwirkungen und haben sich in den letzten Jahren bei der Behandlung durchgesetzt, da sie auch für die kleinen Patienten in der Anwendung deutlich angenehmer sind.  

Nicht alle diese Medizinprodukte werden jedoch von der Krankenkasse bezahlt und die Einwirkzeiten sind je nach Wirkstoff unterschiedlich. Bei Erstattungsfähigkeit gibt es die Möglichkeit, das Mittel für Kinder bis 12 Jahren auch kostenlos über ein Rezept zu beziehen.  Zudem kann man sich darauf verlassen, dass umfangreiche Studien vorliegen und die Wirksamkeit bestätigt ist. Derzeit gibt es vier verschiedene, physikalisch wirkende Mittel auch auf Rezept.  

NYDA und Etropril haben eine Einwirkzeit von mind. 8 Stunden (oder über Nacht). Dimet 20 lobt eine Einwirkzeit von 20 min aus. Alle diese drei Mittel setzen als Wirkstoff auf Dimeticon, ein Siliconöl, das nach der Behandlung einen Film auf den Haaren hinterlässt und mehrmals ausgewaschen werden muss. Die kürzeste Einwirkdauer hat das mosquito med LäuseShampoo 10 mit nur 10 Minuten Einwirkzeit und dem Wirkstoff White Oil. Weiterer Vorteil des Produktes: Die einfache Shampooanwendung – es wird aufs trockene Haar aufgetragen, nach 10 Minuten mit Wasser aufgeschäumt und dann ausgespült.  

Wichtig: Egal was auf der Verpackung steht – eine Wiederholungsbehandlung sollte, nach Empfehlungen des Robert-Koch-Institutes, immer nach 7-10 Tagen durchgeführt werden.  

Die häufigste Übertragung von Läusen geschieht beim Spielen oder Kuscheln, wenn Köpfe aneinander kommen. Dabei hat die Ansteckung mit Kopfläusen nichts mit mangelnder Hygiene zu tun – man könnte eher sagen, dass die beliebten Kinder, deren Nähe oft von Spielkameraden gesucht wird, einer größeren Ansteckungsgefahr ausgesetzt sind. Läuse überleben jedoch auch kurze Zeit ohne ihren menschlichen Wirt und so könnte es in seltenen Fällen auch über Mützen, das Kuscheltier oder über den Kindersitz im Auto zur Ansteckung kommen.

Mehr erfahren Sie unter:
www.mosquito-laeuse.de