27
Sep
2021

Fünf Grippe-Mythen im Faktencheck

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Wissenswertes zur Grippe und zur Grippe-Impfung

(djd). Mythen rund um die Grippe und die bewährte Grippe-Impfung gibt es viele - fünf davon sind hier im Faktencheck.

Mythos 1: Die Grippe ist nichts weiter als eine heftige Erkältung

Fakt ist: Die Grippe unterscheidet sich deutlich von einer Erkältung und kann sehr schwer verlaufen. Besonders für ältere Menschen, deren Abwehrkräfte schwächer sind, kann sie sogar lebensbedrohlich werden. Typische Anzeichen sind hohes Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen sowie trockener Husten - es können jedoch auch Komplikationen wie Lungenentzündungen, Blutvergiftungen, Herzinfarkte und Schlaganfälle auftreten.

Mythos 2: Wenn die Grippe-Impfung jedes Jahr wiederholt werden muss, ist sie offenbar nicht so wirksam

Fakt ist: Die jährliche Impfung ist erforderlich, weil Grippeviren sich ständig verändern. Deshalb müssen Impfstoffe Jahr für Jahr an die saisonal häufig auftretenden Grippeviren angepasst werden, um bestmöglich zu schützen. Sollten sich Geimpfte dennoch anstecken, haben sie in der Regel mildere Verläufe, wie Studien zeigen.

Mythos 3: Eine Grippe-Impfung ist nur zu Saisonbeginn im Herbst sinnvoll, danach ist es zu spät

Fakt ist: Am besten ist es, sich möglichst früh impfen zu lassen, also im Oktober oder November. Aber noch während der gesamten Grippesaison, die bis ins Frühjahr dauert, ist eine Impfung sinnvoll und lohnt sich.

Mythos 4: Bei älteren Menschen wirkt die Impfung nicht richtig, weil ihr Immunsystem zu schwach ist

Fakt ist: Tatsächlich sind die Abwehrkräfte bei Menschen ab 60 Jahren schwächer als bei Jüngeren. Die Wirksamkeit einer Grippe-Impfung kann daher geringer sein. Deshalb sind Hochdosis-Grippe-Impfstoffe für Menschen ab 60 Jahren entwickelt worden, die einen besseren Grippeschutz benötigen. Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt allen Personen ab 60 Jahren einen Hochdosis-Grippe-Impfstoff.

Mythos 5: Die Impfung kann starke Impfreaktionen auslösen

Fakt ist: Impfstoffe durchlaufen viele Prüfungen und müssen nachweislich sicher und wirksam sein. Schwere Impfreaktionen sind daher sehr selten. Leichtere Reaktionen wie Unwohlsein, erhöhte Temperatur oder Rötungen und Schwellungen an der Einstichstelle sind normal und ein Zeichen, dass das Immunsystem arbeitet. Meist klingen sie nach wenigen Tagen ab.

Quelle Text: djd
Quelle Foto: djd/Sanofi/Getty Images/PIKSEL