23
Feb
2022

Rote Banane? Dann schnell "Erdbeere" rufen ...

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Lustiges Reaktionskartenspiel trainiert die Konzentration von Kindern

(djd). Sich richtig und länger zu konzentrieren, fällt gerade vielen jüngeren Schulkindern noch schwer. Es gibt einfach so viele Ablenkungen, die die Aufmerksamkeit abziehen. Aber Konzentration kann man üben und zwar auch ganz spielerisch und mit viel Spaß. Dazu eignen sich beispielsweise leicht zu erlernende Kartenspiele.

Eine Sache sehen, eine andere rufen

Allzu lange sollten solche konzentrationsfördernden Spiele nicht dauern, 15 bis 20 Minuten sind ein guter Richtwert. Zudem sollten Eltern darauf achten, dass die Spiele mit wenigen Regeln und Erklärungen auskommen. Daran hat sich Haim Shafir gehalten: Er ist von Beruf Spieleautor und bei dem von ihm erdachten Reaktionsspiel "Schnattergei" gibt es nur drei einfache Regeln. Die erste lautet: Beim Kartenablegen beachtet der Spieler nicht die dargestellten Motive, sondern deren Farbe. Ein roter Elefant oder eine rote Banane? Ganz klar: „Erdbeere“ rufen! Denn die Farben der Karten geben an, welcher Begriff beim Ablegen der Karte gerufen wird. Bei allen roten Motiven ist „Erdbeere“ gefragt. Die zweite Regel gilt der Sonderkarte "Schnattergei". Spielt ein Kind dieses Motiv aus, muss es den Begriff wiederholen, der als Letztes genannt wurde. Dritte und letzte Regel: Legen zwei Spieler hintereinander das gleiche Symbol – zum Beispiel die Erdbeere – auf den Ablagestapel, hat man eine Dopplung. Wer jetzt als erster mit der Hand auf den Stapel schlägt, bekommt alle bereits ausgespielten Karten. Macht man einen Fehler, muss man ein paar eigene abgeben. Gewonnen hat, wer am Ende die meisten Karten gesammelt hat.

Kinder können von Erwachsenen lernen: Siegen ist nicht alles

Das gemeinsame Spielen ist jedoch weit mehr als eine reine Konzentrationsübung. Sondern vor allem auch eine schöne Möglichkeit für alle Familienmitglieder, zusammen zu lachen, zu jubeln und mit anderen mitzufiebern. Manche Kinder allerdings können nicht besonders gut verlieren, was den Spaß am gemeinsamen Nachmittag trüben kann. Spieleerfinder Haim Shafir rät Eltern trotzdem dazu, Spiele immer wieder in den Alltag einzubauen. „Solange die Identität von Kindern noch nicht gefestigt ist, messen sie dem Gewinnen eine große Bedeutung zu, dadurch entsteht eine entsprechend große Spannung unter den Kindern. Spielt jedoch ein Erwachsener mit einem Kind, kann dieses am Beispiel des Erwachsenen lernen, dass die Bedeutung eines Sieges für das Leben außerhalb des Spiels nur relativ ist.“

Quelle Text: djd
Quelle Foto: 
djd/Amigo Spiele