15
Jul
2020

Große Verantwortung erfordert fundierte Ausbildung

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Im Fernstudium zum Berufsbetreuer mit Hochschulabschluss


(djd). Geistig oder körperlich eingeschränkte Personen können in Deutschland einen Berufsbetreuer an ihre Seite gestellt bekommen, der als gesetzlicher Vertreter die Interessen des Betreuten vertritt. Derzeit sind hierzulande rund 1,42 Millionen Menschen auf eine solche Hilfe angewiesen, die Zahl der Betroffenen ist steigend, mit ihr wächst auch der Bedarf an gut ausgebildetem Personal. Die Tätigkeit eines Berufsbetreuers ist ausgesprochen anspruchsvoll und erfordert umfangreiche rechtliche, medizinische, soziale und betriebswirtschaftliche Kenntnisse.

Diese Fähigkeiten vermittelt beispielsweise Wings, der bundesweite Fernstudienanbieter der Hochschule Wismar, im berufsbegleitenden Fernstudium "Bachelor Berufsbetreuer". Seit 2017 bildet die Hochschule in Kooperation mit der BeckAkademie in Fernkursen professionelle Berufsbetreuer mit staatlichem Hochschulabschluss aus. Die Berufstätigen werden umfassend auf die planmäßige, aufgabengerechte Gestaltung der entsprechenden Betreuungsprozesse sowie auf die selbstständige Beratung und Unterstützung als gerichtlich bestellter Betreuer vorbereitet. Die angehenden Berufsbetreuer erwerben medizinisches, rechtliches und kaufmännisches Fachwissen und optimieren ihre sozialen und kommunikativen Kompetenzen sowie Managementtechniken. Informationen zu diesem Fernstudium gibt es unter www.wings.de/berufsbetreuer. Das Fernstudienkonzept kombiniert die Vorteile eines flexiblen Onlinestudiums mit denen des klassischen Fernstudiums. Dabei werden Selbstlernphasen mit Wochenendseminaren an neun bundesweiten Standorten verknüpft. Der staatliche Hochschulabschluss Bachelor of Arts (B.A.) ermöglicht den Absolventen direkt die Eingliederung in die höchste Vergütungsstufe von 39 Euro pro Stunde gemäß Paragraph 4 des Gesetzes über die Vergütung von Vormündern und Betreuern (VBVG).

Experten fordern zunehmende Professionalisierung für den Berufsstand

Um der hohen gesellschaftlichen und sozialen Verantwortung des Berufs gerecht zu werden, fordern auch das Bundesministerium für Justiz und Verbraucherschutz sowie die Berufsverbände eine zunehmende Professionalisierung und einheitliche Qualitätsstandards für Berufsbetreuer. "Entmündigung und Vormundschaft muss raus aus den Köpfen. Inklusion von Menschen mit Handicaps kann nur gelingen, wenn professionelle rechtliche Betreuer eine qualifizierte Ausbildung haben", betont auch Peter Winterstein, Vorsitzender des Betreuungsgerichtstages e.V.


Quelle Text: djd
Quelle Bild: djd/Wings/shutterstock