11
Mar
2021

Für Kids: Nachhaltigkeit trifft Technik

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Ein MP3-Player aus Holz begleitet Kinder überallhin - und wächst einfach mit

(djd). Ob im Kinderzimmer, im Garten oder beim Picknick: Wenn Musik dabei ist, gefällt es Kindern gleich noch mal so gut. Vor allem, wenn sie selbst entscheiden können, was gespielt wird. Mittlerweile gibt es speziell für die Jüngsten MP3-Player. Diese sind bestenfalls robust, langlebig und für jedes Abenteuer zu haben. Sogar in Sachen Nachhaltigkeit sammeln einige Pluspunkte.

Für Kinder gedacht, von allen geliebt

Tüftler Rainer Brang aus Nürtingen war mehr als unzufrieden mit den Abspielgeräten, als sein Sohn noch ganz klein war: "Viel Plastik, mäßiger Klang, Wegwerfqualität", resümiert er. Der Softwareentwickler wollte einen nachhaltigeren MP3-Player ohne Schnickschnack und gefährliche Kabel. Außerdem sollte der Klang erstklassig sein: "Es ist nicht egal, ob ein Kind 'Senf' oder 'Sempf' versteht", gibt er zu bedenken. "Schließlich entwickeln wir über das Hören unsere Sprachfähigkeiten." Kurzerhand machte er sich selbst an ein Konzept, ganz nach seinen Vorstellungen. Mittlerweile feiert Brangs Hörbert zehnjähriges Jubiläum, und die Fangemeinde wächst stetig, wie der rege Austausch im Online-Portal unter www.hoerbert.com offenbart.

Gedacht war der nachhaltige MP3-Player eigentlich für die Kleinsten. Bereits Zweijährige können das intuitive Bedienkonzept mit neun bunten Tasten für neun Playlists erfassen. Auf der immer wieder neu bespielbaren Speicherkarte ist Platz für über 17 Stunden Hörinhalte. Und durch sein robustes Gehäuse aus heimischem Buchen- und Pappelholz darf der Player wirklich überall mit hin - auf den Spielplatz, auf die Fahrradtour, an den Badesee und natürlich auch ins Auto. Weil das Gerät mit herkömmlichen Batterien oder Akkus betrieben wird, ist der Hörspaß nahezu endlos.

Nachhaltigkeit - einen Schritt weitergedacht

Rainer Brang war es wichtig, kein Wegwerfprodukt zu entwickeln, sondern ein Gerät, das auf der Höhe der Zeit bleibt und leicht zu reparieren ist. Außerdem sollte es mitwachsen. Deshalb gibt es jetzt optional eine Bluetooth-Funktion, sodass auch die Zielgruppe der Holzkiste treu bleibt, die ihre Musik am liebsten streamt. Das Bluetooth-Modul lässt sich nachrüsten, es muss also kein neuer Hörbert angeschafft werden. Das passt zum Zeitgeist. Denn immer mehr Eltern und Großeltern sind gerne bereit dafür, etwas mehr auszugeben, wenn die Qualität stimmt. So steigt die Nachfrage auch vor Ostern regelmäßig.

Auf sein zehnjähriges Firmenjubiläum schaut Rainer Brang mit Stolz. Seine Idee hat es aus dem heimischen Keller in die weite Welt geschafft. Er exportiert in zahlreiche europäische Länder. Hörbert war sogar im New Yorker Museum of Modern Arts (MoMa) zu sehen. Innovative Ideen haben eben Zukunft.

Quelle Text: djd
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Foto: djd/Winzki/Simone Maiwald