22
Sep
2021

Den Einstieg leicht gemacht

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Für manche Studienanfänger ist persönliche Betreuung besonders wichtig

(djd). Der "Hochschulbildungsreport" verglich vor einiger Zeit die Bildungschancen von Kindern in Abhängigkeit vom Bildungsstand ihrer Herkunftsfamilien. Das Ergebnis: Nur 21 Prozent der Sprösslinge aus Nichtakademikerhaushalten beginnen ein Studium, unter den Akademikerkindern sind es 74 Prozent, eine enorme Schere. "Wenn weder Eltern noch Geschwister studiert haben, ist der Start an einer Hochschule zwangsläufig erheblich schwieriger, als wenn es in der Familie bereits Akademiker gibt", erklärt Professor Dr. Peter Thuy, Vorstandsvorsitzender des Verbandes der Privaten Hochschulen (VPH). An staatlichen Universitäten gebe es in vielen Fächern etwa Zugangsbeschränkungen, die von Kindern aus Nichtakademikerfamilien oftmals als hohe Hürden betrachten würden. "Auch, wenn es auf den ersten Blick paradox klingt: Private Hochschulen machen jungen Leuten aus einem Nichtakademikerhaushalt den Einstieg oftmals bedeutend einfacher als staatliche Unis", so Professor Thuy.

Persönliche Betreuung an privaten Hochschulen

Das liege vor allem an der intensiveren persönlichen Betreuung. "Diese können allein schon aufgrund ihrer Struktur und Kundenorientierung viel individueller reagieren als staatliche Campusuniversitäten und den Studierenden auch in organisatorischen Fragen unter die Arme greifen", erklärt Professor Thuy. Eine Übersicht der privaten Hochschulen gibt es unter www.private-hochschulen.net. Ein weiterer grundsätzlicher Pluspunkt: Private Unis bereiten Studierende oftmals besser auf den Arbeitsmarkt vor, weil sie immer wieder innovative, an den Bedürfnissen des Arbeitsmarktes ausgerichtete Studiengänge anbieten. "Damit schließen wir auch Lücken, welche die Programme staatlicher Hochschulen lassen."

Private Hochschulen legen Fokus auf die Anerkennung vorhandener Qualifikationen

An privaten Hochschulen haben in bestimmten Studiengängen und -formaten bis zu 30 Prozent der Studienanfängerinnen und -anfänger bereits eine staatlich anerkannte Berufsausbildung in der Tasche. "Diese Menschen möchten ihre vorhandenen Kompetenzen auf das Studium anrechnen lassen und dadurch Zeit sparen und doppeltes Lernen vermeiden. Weil an privaten Hochschulen sehr praxisnahe Studiengänge angeboten werden, können bereits erworbene Kompetenzen leichter Berücksichtigung finden", so Professor Thuy. Einen rechtlichen Anspruch auf eine Anerkennung vorhandener Qualifikationen gibt es in den meisten Fällen nicht. Über Anrechnungsmöglichkeiten sollte man sich deshalb rechtzeitig bei der jeweiligen Hochschule informieren.

Quelle Text: djd
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