12
Aug
2021

Lernen an bundesweiten Standorten

Erziehung > Lernen an bundesweiten Standorten

Jugendwohnen bietet Azubis viele Chancen

(djd). Nach erfolgreichem Schulabschluss beginnt die Jobsuche. Im Idealfall findet der angehende Azubi einen Arbeitgeber im näheren Wohnumfeld. Was aber, wenn die Ausbildungsstätte weit entfernt liegt - oder der Berufsschulunterricht blockweise in einer anderen Stadt erteilt wird? Plötzlich in der Fremde auf eigenen Beinen stehen zu müssen, kann gerade für junge Menschen Sorgen mit sich bringen: Beim Anmieten einer eigenen Wohnung bleibt vom Gehalt aufgrund stattlicher Miet- und Lebenshaltungskosten oft nicht mehr viel übrig.

Die Eltern plagt eine weitere Sorge: Wer steht meinem Kind am neuen Wohnort bei? Mehrere Fliegen mit einer Klappe schlägt das Jugendwohnen, ein bezahlbares und modernes Wohnangebot für Auszubildende und andere junge Menschen zwischen 14 und 27 Jahren. Bundesweit finden in den gut 500 Einrichtungen jährlich etwa 200.000 junge Frauen und Männer ein Zuhause auf Zeit.

Pädagogische Unterstützung inklusive

"Wir haben in der Regel immer freie Plätze", sagt Henrik Kastner, Leiter des Kolping-Jugendwohnens in Frankfurt. "Ich habe noch nie jemandem aus Platzgründen absagen müssen." Die privaten Wohnräume sind zumeist ausgestattet mit Bett, Schreibtisch, Stuhl und Schrank sowie einem Internet-Zugang und TV-Anschluss. In gemütlichen Gemeinschaftsküchen kann zusammen gekocht werden. Neulinge schließen vor Ort schnell Freundschaften und können zahlreiche Freizeitangebote alleine oder in der Gemeinschaft nutzen.

Das Beste: Den Azubis stehen erfahrene Pädagogen als Begleiter und Ansprechpartner für Fragen rund um die Ausbildung, die neue Heimat, formelle Dinge, aber auch private Sorgen zur Verfügung. So kann der Jobanfänger ganz entspannt in der Berufswelt ankommen. Vorzeitigen Ausbildungsabbrüchen wird vorgebeugt und den jungen Menschen dadurch die Chance auf ein eigenständiges wirtschaftliches Leben geboten.

Jugendwohnen hat weitere Vorteile

Darüber hinaus fördert das Konzept Jugendwohnen die Mobilität am Ausbildungsmarkt. Den Kommunen erspart es Folgekosten für Transferleistungen, die vor allem dort entstehen, wo der Berufseintritt nicht gelingt und eigenes Einkommen nicht auf Dauer erworben werden kann. Standorte, die sich für angehende Fachkräfte engagieren, bleiben hingegen attraktiv. Unter www.auswaerts-zuhause.de finden Interessierte unter anderem ein Gesamtverzeichnis der Häuser, Hinweise zu den Kosten sowie die informative Broschüre "Jugendwohnen – Ein Ort zum Leben und Lernen" der Katholischen Jugendsozialarbeit NRW.

Quelle Text: djd
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Foto: djd/Kolping Stiftung Augsburg/Barbara Löll