06
Oct
2021

Großes Kino an der kleinen Akademie

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In Berlin wird die Filmkunst nicht nur gefeiert, sondern auch gelehrt

(djd). Von Marlene Dietrich im „Blauen Engel“ ĂŒber Wim Wenders‘ „Himmel ĂŒber Berlin“ bis zum TV-Ereignis „Babylon Berlin“: In der deutschen Hauptstadt hat der Film schon immer eine Hauptrolle gespielt. Kreative aus aller Welt kamen und kommen nach Berlin und bringen das Publikum zum TrĂ€umen, Lachen, Weinen, Staunen und Nachdenken. Heute ist die Metropole das Zuhause eines der bekanntesten Filmfestivals der Welt, der Berlinale, dazu Drehort fĂŒr rund 300 Filmproduktionen im Jahr. Kein Wunder, dass Berlin auch fĂŒr den filmemachenden Nachwuchs attraktiv ist. Gleich neben der Deutschen Kinemathek, in der FilmschĂ€tze aus mehr als einem Jahrhundert gesammelt werden, liegt eine der angesehensten Filmschulen Europas: die Deutsche Film- und Fernsehakademie Berlin (DFFB).

Praxis first im Studium

Das Studium an der kleinen, aber höchst kreativen Hochschule zeichnet sich durch die starke Praxisorientierung und intensive Zusammenarbeit aus. Beim gemeinsamen Entdecken, Ausprobieren, Wagen, Scheitern und Evaluieren lernen die Studierenden die vielfĂ€ltigen Möglichkeiten des Filmemachens kennen und können so ihre eigene kĂŒnstlerische Sprache finden. Von Oktober bis Januar lĂ€uft die aktuelle Bewerbungsphase – Infos dazu gibt es unter www.dffb.de. Gelehrt werden die grundlegenden Gewerke des Filmemachens mit Spezialisierungen in den Bereichen Regie, Bildgestaltung/Kamera, Produktion, Drehbuch sowie Montage Bild und Ton. Im Hauptstudium entwickeln die jungen Filmschaffenden Kurz- und Langfilme, von denen viele zu nationalen und internationalen Festivals eingeladen werden, zum Beispiel zu den Filmfestspielen in Cannes, Locarno und Toronto und natĂŒrlich auf die Berlinale. Zu den bekannten Alumni zĂ€hlen etwa Raoul Peck, Wolfgang Petersen, Angela Schanelec, Christian Petzold, Helke Sander, Reinhold Vorschneider und Harun Farocki.

Talentschmiede mit Zukunft

Neben dem Studium, auf dem das Hauptaugenmerk liegt, bietet die Akademie das ganze Jahr ĂŒber Veranstaltungen und Netzwerktreffen rund um Filmkultur und Arthouse-Kino. Am 1. August 2021 hat erstmals eine weibliche Doppelspitze die Leitung ĂŒbernommen – mit Catherine Ann Berger als kaufmĂ€nnischer und Marie Wilke als kĂŒnstlerischer Direktorin: „Wir freuen uns beide sehr. Die DFFB ist eine Filmschule mit einer starken Tradition und Handschrift, die wir wĂŒrdigen und gleichzeitig mit neuen Akzenten in eine gute Zukunft fĂŒhren wollen“, erklĂ€rt das Duo. Wobei auch neue Akzente in der Filmschule letztlich zur Tradition gehören: Denn Offenheit fĂŒr kulturelle und kĂŒnstlerische EinflĂŒsse sowie Techniken aus aller Welt gehört hier zum SelbstverstĂ€ndnis.

Quelle Text: djd
Quelle Foto: 
djd/www.dffb.de/Malte JĂ€ger